Der Kompetenznachweis Kultur (KNK) ist ein bundesweit anerkannter Bildungspass, der an Jugendliche ab 12 Jahren vergeben wird, die an kultur- und/oder medienpädagogischen Projekten und/ oder Kursen teilnehmen. Das Zertifikat weist nach, welche individuellen Kompetenzen junge Kulturbegeisterte gezeigt und weiterentwickelt haben.

Der KNK sensibilisiert Jugendliche für ihre eigenen Fähigkeiten. Durch die im Prozess der Erlangung des KNK nachgewiesenen Kompetenzen werden Jugendliche bei Orientierungsprozessen wie bspw. dem Start ins Berufsleben oder dem Übergang zu einer weiterführenden Schule bzw. Hochschule untersützt. Dabei entspricht der KNK den Qualitäten und Prinzipien des Praxisfeldes der kulturellen Bildung. Die grundlegenden Prinzipien des KNK sind Freiwilligkeit, Partizipation, Stärkenorientierung und Subjektorientierung. Ziel ist es, Jugendliche durch ihre nachgewiesenen Kompetenzen bei Bewerbungen für einen Ausbildungs-, Studien- oder Arbeitsplatz zu unterstützen.

Um den Kompetenznachweis Kultur an Jugendliche vergeben zu können, ist für Kulturschaffende, Lehrer/innen, Kurs- und AG-Leiter/innen eine Weiterbildung erforderlich. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Servicestelle LKJ Thüringen e. V.

Die Servicestelle bietet Beratungsleitungen zu folgenden Fragen rund um den Kompetenznachweis Kultur an:

  • Was ist der Kompetenznachweis Kultur?
  • Welchen Nutzen hat er?
  • Wie werde ich Kompetenznachweis-Kultur Berater/in?
  • Wie kann in meiner Einrichtung der Kompetenznachweis-Kultur vergeben werden?
  • Wo und wann finden Fortbildungen in meiner Region statt?
  • Wo finde ich andere Kompetenznachweis-Kultur Berater/innen zum Austausch?
  • Wann gibt es Arbeitstreffen?
  • Wie kann ich Teil des Netzwerkes werden?
  • Wo erhalte ich Materialien und Fachinformationen?

Wissenschaftliche Texte

„Non-formale und informelle Lernprozesse in der Kinder- und Jugendarbeit und ihre Nachweise“

Baumast, S./ Hofmann-van de Poll, F./ Lüders, C.: Non-formale und informelle Lernprozesse in der Kinder- und Jugendarbeit und ihre Nachweise. Deutsches Jugendinstitut e.V. München 2014.

Laut einer Studie des Deutschen Jugendinstitutes kommt man, insofern Interesse an den Zäsuren der deutschen Bildungsdebatte besteht, sowohl an den PISA-Erhebungen als auch den von Seitens des Bundesjugendkuratoriums veröffentlichten Leipziger Thesen „Bildung ist mehr als Schule“ nicht vorbei. Im Rahmen dieser Debatten rückten neben der Schule und dem Unterricht als dem eigentlichen Ort der schulischen Wissensvermittlung weitere Lernorte in den Vordergrund. Dazu gehören neben der Familie und den verschiedenen Formen der Peer-Groups auch Vereine und Verbände der Kinder- und Jugendarbeit.

Der Bedeutungszuwachs dieser außerschulischen Lernorte führte zudem zu einer vermehrten Entwicklung von Nachweises des non-formalen und informellen Lernens. Die Nachweise dienen dabei nicht nur den jungen Heranwachsenden selbst, sondern auch der legitimatorischen Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit als wichtiger außerschulischer Lern- und Bildungsort.

Der Kompetenznachweis Kultur ist, laut Studie, ein „besonders gutes und anspruchsvolles Beispiel“ für ein Nachweisverfahren. Das begründet sich mit der hinreichenden Klärung des Kompetenzbegriffes sowie der Qualitätssicherung des Verfahrens. Das dialogorientierte Verfahren sowie die Schulung der Fachkräfte, die den Kompetenznachweis Kultur ausgeben, bilden zwei Qualitätskriterien.

Weitere Informationen sind hier zu finden.