Programm

„Kulturagenten für kreative Schulen“ Thüringen ist ein Projekt der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen e.V., gefördert durch das Land Thüringen, die Forum K&B GmbH sowie die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator.

Das Ziel des Programmes ist es, bei Kindern und Jugendlichen Neugier für die Künste zu wecken, mehr Kenntnisse über Kunst und Kultur zu vermitteln und die selbtverständliche Teilhabe an Kultur zu ermöglichen. Insgesamt zehn Kulturagentinnen und Kulturagenten entwickeln gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern, den Lehrerinnen und Lehrern, der Schulleitung, Eltern, Künstlerinnen und Künstlern sowie Kulturinstitutionen ein umfassendes Angebot der kulturellen Bildung und unterstützen beim Aufbau langfristiger Kooperationen zwischen Schulen und Kulturinstitutionen.

Auf diese Weise soll ein Umfeld entstehen, indem Kunst Wertschätzung erfährt, sich entfalten kann und die Auseinandersetzung mit ihr geführt wird. Kunst und Kultur soll ein fester Bestandteil des Alltages von jungen Heranwachsenden werden. Die Kulturinstitutionen und assoziierte Künstlerinnen und Künstler sind zentrale Partner. Museen, Konzerthäuser, Bibliotheken, Theater und Kulturzentren erreichen in den Schulen ihr künftiges Publikum. Gemeinsam werden Wege erkundet, wie sich Schulen und ihre Kulturpartner einander öffnen und langfristige Kooperationen entwickelt werden können.

Das Programm startete mit einer Modellphase von 2011 bis 2015 in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. 46 Kulturagentinnen und Kulturagenten begleiteten jeweils ein lokales Netzwerk aus drei Schulen. Mit dem Schuljahr 2015/2016 geht das Programm als Landesprogramm bis 2018/2019 in die zweite Runde. Innerhalb der zweiten Förderphase sollen die bewährten Programminstrumente, die gewonnenen Erkenntnisse und die Erfahrungen sowie weitere Ressourcen in die Landesstrukturen überführt werden.

 

Programmbausteine

Kulturagentinnen und Kulturagenten

Die Kulturagent/innen sind professionelle Brückenbauer für Schulen, Kulturinstitutionen und Kunst- und Kulturschaffende. Sie sind qualifizierte Ansprechpartner/innen, um gemeinsam mit Schulen und Kulturpartnern Vermittlungsangebote in hoher Qualität und ausgerichtet an den Interessen der Schüler/innen zu entwickeln. In Personalunion verkörpern Kulturagent/innen den künstlerischen Impulsgeber, Kurator, Vermittler, Kultur- und Projektmanager, Prozessbegleiter, Netzwerker, Moderator oder Konfliktmanager. Jede/r Kulturagent/in betreut ein Netzwerk von drei Schulen, sodass insgesamt 30 Schulen partizipieren können.

Schulen

In der Modellphase nahmen insgesamt 30 Schulen, bestehend aus Regelschulen und Gemeinschaftsschulen an dem Programm teil. In den kommenden Jahren sollen zunehmend mehr Schulen in das Netzwerk einbezogen werden, wobei erfahrene Schulen als „Transferschulen“ fungieren. In der zweiten Phase des Programmes werden neben Regelschulen und Gemeinschaftsschulen auch Gymnasien, Grundschulen, Förderschulen, Gesamtschulen und Ersatzschulen in freier Trägerschaft einbezogen. Im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens werden 30 Programmschulen für die Laufzeit vom Schuljahr 2015/2016 bis zum Schuljahr 2018/2019 ermittelt.

Kulturbeauftragte/r und Kulturfahrplan

Jede Programmschule ist dazu verpflichtet, eine/n Kulturbeauftragte/n zu benennen. Die kulturbeauftragten Lehrer/innen und die beteiligten Kolleg/innen an den Programmschulen sind im Rahmen des Programmes zentrale Multiplikator/innen für die (Weiter-) Entwicklung des künstlerischen Konzeptes – des Kulturfahrplanes – der Schule. Jeder Programmschule stehen pro Kulturbeauftragtem zwei Lehrer/innenwochenstunden zur Verfügung, die aus der Schulpauschale der teilnehmenden Programmschulen bereit zu stellen sind. Die Programmschule gründet eine Kultursteuergruppe (bestehend aus z.B. der/dem Kulturagent/in, der/dem Kulturbeauftragten/m, zwei Lehrkräften, Schüler/innen, außerschulischen Partnern).

Jede Programmschule entwickelt ihren individuellen Kulturfahrplan mit spezifischen Zielen, Maßnahmen und Inhalten. Der Kulturfahrplan ist ein Planungs- und Steuerungsinstrument für jede teilnehmende Schule, um die eigenen Ziele und die entsprechenden Maßnahmen zu deren Umsetzung für die gesamte Programmlaufzeit festzuhalten und die (Weiter-) Entwicklung eines künstlerischen Profils bzw. Schwerpunktes zu strukturieren und zeitlich zu planen. Der Kulturfahrplan sollte als fester Bestandteil des Schulprogrammes verstanden werden.

Kunstgeld

Die künstlerische Projektarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Programmes, um auf diese Weise die schulinterne Profilbildung zu initiieren, künstlerisch-ästhetische Impulse zu setzen und Schüler/innen und Lehrer/innen zu beteiligen. Zudem werden Kooperationen mit Kulturpartnern – hierauf liegt als Bestandteil des Programmes ein besonderes Augenmerk – aufgebaut und weiterentwickelt. Das Kunstgeld steht als finanzieller Rahmen für die künstlerischen Projekte zur Verfügung. Die LKJ Thüringen wird in Zusammenarbeit mit der Thüringer Staatskanzlei und dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, die Ausschreibung und Vergabe von Kunstgeld (Kunstgeldverwaltung) verantworten. Insgesamt stehen einem Schulnetzwerk, bestehend aus drei Schulen und einer/einem Kulturagent/in, 20.000,00 Euro pro Schuljahr zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie unter: 
www.kulturagenten-thueringen.de
Kontakt: 
Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen e.V. 
Landesbüro "Kulturagenten für kreative Schulen Thüringen"
Martkstraße 6 
99084 Erfurt

Leiterin Landesbüro 
Frau Katja Nicke 
   0361/ 663 822 25
   0173/ 91 49 020
   landesbuero-kap[at]lkj-thueringen.de 

Projektassistentin 
Frau Lydia Mühlhause
   0361/ 663 822 0
   landesbuero-kap[at]lkj-thueringen.de

KA_Logos_TH-Förderer_final.indd