Ehrenamtliche und Gemeinnützige Arbeit ist ein unabdingbarer Faktor für die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts – ganz besonders in Zeiten, in denen die Kluft zwischen den Bevölkerungsgruppen wächst und der Staat sich zunehmend aus wohltätigen Aufgaben zurückzieht.

Doch kann gemeinnützige Arbeit ihren Zweck nur erfüllen, wenn sie klug organisiert ist. Häufig ist dies jedoch – gerade in Einrichtungen, die einen sozialen Mehrwert leisten – nicht der Fall, weshalb wertvolles Wissen durch das Ausscheiden von Mitarbeitern verloren geht, positionsbezogene Aufgaben bei Urlaub oder Krankheitsausfall unbearbeitet bleiben, Dokumente im Verwaltungschaos verschwinden oder Kommunikationsbarrieren zu Missverständnissen und fehlerhafter Informationsvermittlung führen.

Ein auf die jeweilige Organisation angepasstes Wissensmanagement bietet Werkzeuge, um mit diesen Herausforderungen erfolgsversprechend umzugehen. Eine gute Organisationsstruktur legt somit den Rahmen für kontinuierliche organisationale und personelle Lernprozesse, die die Bearbeitung von organisationsrelevanten Aufgaben, unter Berücksichtigung einer gemeinschaftlich getragenen Vision, in den Fokus rücken.

„Wissen“ gehört zu einer der wenigen Ressourcen, die sich vermehren, wenn man sie teilt. Hierfür bedarf es geeigneter Formen der Wissensgenerierung, -speicherung und -verteilung.

Außerdem wollen wir uns der Frage widmen, wie Wissen an jüngere Generationen, die Verantwortung in Vereinen und Organisationen übernehmen wollen, sinnvoll weiteregeben werden kann.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, mit uns gemeinsam über bestehende Probleme und passende Lösungsmöglichkeiten nachzudenken.

Das Seminar wird Ihren Bedürfnissen entsprechend gestaltet, d.h. fallbezogen und unter Zuhilfenahme moderner Organisations- und Wissensmanagementtheorien, um möglichst praxisnahe Ergebnisse zu erzielen. Für die Konzeptionierung ist es daher wichtig, dass Sie zur Anmeldung folgende Fragen beantworten:

  • Welche Tätigkeiten in Ihrer Organisation rauben wertvolle Zeit für die Bearbeitung der wesentlichen, organisationszweckdienlichen Aufgaben?
  • In welchen alltäglichen Situationen geht Ihnen die Motivation für Ihre Aufgabenerfüllung verloren?
  • Welche Probleme ihrer Organisation wollen Sie bearbeiten und welche Erwartungen stellen Sie an das Seminar?

 

Zu den Referentinnen:

M.A. Evelyn Fischer hat sowohl im Bachelor als auch im Master „Cultural Engineering“ – eine interdisziplinäre Verknüpfung aus Kulturwissenschaft, Wissensmanagement und Logistik – an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg studiert. Im Laufe ihres Studiums hat sie sich in der Organisations- und Systemtheorie spezialisiert sowie Erfahrungen in der Vorstandstätigkeit eines regionalen Kulturvereins erworben. Derzeit lehrt sie an der Otto-von-Guericke-Universität im Fach „Wissensmanagement 1: Entfaltungsfördernde Organisationen entwickeln“ des Studiengangs Cultural Engineering und ist zugleich als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Logistik und Materialflusstechnik beschäftigt.

B.A. Dörte Jacobi ist seit 2011 in Vereins- und Vorstandstätigkeiten involviert und berät seit 2014 gemeinnützige Vereine zu den Themen Wissensmanagement, Buchführung, Organisationsstruktur und Umfirmierung. Für den Abschluss ihres Bachelorstudiums „Cultural Engineering“ hat sie sich intensiv mit gemeinnützigen Hybridorganisationen und deren Mehrwert für die Demokratie sowie eine aktive Zivilgesellschaft beschäftigt. Sie ist gelernte Veranstaltungskauffrau und absolviert gegenwärtig ihren Master in Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Parlamentsfragen und Zivilgesellschaft.


Ansprechpartner: Wolfgang Höffken (Referent für Jugendarbeit), jugendarbeit@lkj-thueringen.de, 0361 66 38 22 26

Ort: Erfurt (genauer Ort wird noch bekannt gegeben) 

Zeitraum: 11.10.2016, 10.00 – 17.00 Uhr (inkl. Mittagspause/imbiss) 

Teilnahmegebühr: 10,00 € / Person 

Anmeldung unter: jugendarbeit@lkj-thueringen.de