ability gender hat das Ziel, die Chancengleichheit von Mädchen und Jungen im Berufs- und Arbeitsleben zu fördern. Es ist ein Angebot für Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse an Regelschulen und an Gymnasien und umfasst drei aufeinander folgende Projekttage.

Mädchen und Jungen haben häufig von tradierten Rollenbildern geprägte unterschiedliche Vorstellungen von Berufen. Daher ist es wichtig, Jugendlichen bewusst zu machen, dass die Berufswahl sehr eng mit der eigenen Lebensplanung verknüpft ist. Mit spielpädagogischen Methoden und in Kleingruppen reflektieren die Mädchen und Jungen eigene Rollenbilder, erarbeiten Handlungsmöglichkeiten und entwickeln individuelle Zukunftsvorstellungen, in denen Berufs- und Lebensplanung miteinander verknüpft sind.

  1. Projekttag: Geschlechterrollen und geschlechtsspezifische Diskriminierung

Am ersten Tag reflektieren die Schülerinnen und Schüler Geschlechterstereotypen und Geschlechterrollen, die sie kennen und selbst erfahren haben. Was wird von Mädchen bzw. Frauen und von Jungen bzw. Männern erwartet?

Weiterhin beschäftigen sie sich mit Beispielen geschlechtsspezifischer Diskriminierung und erarbeiten Handlungsmöglichkeiten, diesen im eigenen Umfeld entgegenzutreten.

  1. Projekttag: Berufsplanung ist Lebensplanung

Am zweiten Tage werden die eigenen Fähigkeiten und Stärken sowie die individuellen Zukunftsvorstellungen in geschlechterhomogenen Gruppen thematisiert. Berufsplanung ist auch Lebensplanung. Über die individuellen Wertvorstellungen, Fähigkeiten und Stärken, Zukunftsvorstellungen sowie früheren Berufswünschen wird der Bogen zu den konkreten aktuellen Berufswünschen und deren Umsetzung gespannt.

  1. Projekttag: Einflussfaktoren auf die Berufswahl und individuelle Zukunftsplanung

Am dritten Tag werden Einflussfaktoren auf die Berufswahl und die damit verbundenen Rolle des Geschlechts in den Blick genommen. Auch das Gehalt und die Arbeitszeit spielen eine Rolle, wenn derzeit typische „Männer- und Frauenberufe“ hinterfragt werden. Mädchen und Jungen werden Alternativen aufgezeigt. Darüber hinaus beschäftigen sich die Jugendlichen damit, was das Leben als Erwachsener einmal kostet und ob ihre Zukunftsvorstellungen mit ihren derzeitigen Wunschberufen vereinbar sind. Abschließend setzen sich die Jugendlichen mit den nächsten konkreten Schritten zur Berufswahl auseinander.

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